Eure Statements zum Erhalt der Brotfabrik

In den letzten Wochen und Monaten haben wir Euch dazu aufgerufen, Eure Statements zum Erhalt der Brotfabrik mit uns zu teilen. Knapp 500 Mails trudelten bisher bei unserer eigens hierfür eingerichteten Mailadresse erhalt@brotfabrik.de ein.

Im folgenden findet Ihr eine Galerie der schönsten Mails.

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Die Brotfabrik ist Kulturdenkmal!

Über diese Nachricht freuen wir uns sehr:

Das Land Hessen hat die Brotfabrik als Kulturdenkmal ausgewiesen. Die Ausweisung als Kulturdenkmal bedeutet, dass die Hürde, das Gebäude abzureißen, wesentlich höher wird. So steigen gleichzeitig die Chancen, dass die bisherige kulturelle Nutzung auch weiter bestehen bleiben kann.

Foto: © Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Thomas Steigenberger

„Ich freue mich deshalb sehr über die Entscheidung des Landesamtes, die Brotfabrik unter Denkmalschutz zu stellen. Die Ausweisung als Kulturdenkmal würdigt den Stellenwert des Gebäudes und gibt zugleich allen Beteiligten Klarheit“, sagt Stadtrat Josef. „Bereits seit rund 40 Jahren zählt die Brotfabrik zu den bedeutenden Kultureinrichtungen der Stadt. Sie ist außerdem ein wichtiger sozialer Treffpunkt für den Stadtteil Hausen und weit darüber hinaus. Daher haben wir unsere planungs- und bauordnungsrechtlichen Handlungsmöglichkeiten geprüft sowie die denkmalschutzrechtliche Überprüfung durch das Landesamt für Denkmalpflege angestoßen. Denn wir wollen den Fortbestand der Brotfabrik sichern und der kulturellen Einrichtung Planungssicherheit geben.“

„Nach einer Ortsbegehung und gründlichen Recherchen haben wir festgestellt, dass das Gebäudeensemble der Brotfabrik im Frankfurter Stadtteil Hausen die Kriterien eines Kulturdenkmals aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen erfüllt“, sagt Harzenetter. „Die 1888 als Großbäckerei gegründete Brotfabrik ist ein bedeutendes Zeugnis für die Industrialisierung der Frankfurter Vororte und steht zugleich für die reiche Geschichte des ehemaligen Mühlendorfes Hausen, das seinen Aufschwung der Wasserkraft der Nidda verdankt.“ Die Brotfabrik, die bis 1972 noch Backwaren produziert habe und seit den 1980er Jahren als kulturelles Zentrum genutzt werde, präge den Stadtteil mit seiner markanten Schauseite aus zweifarbigem Sichtbackstein bis heute als eindrucksvolle Landmarke. „Aus diesen Gründen beabsichtigen wir, die Brotfabrik in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen einzutragen“, sagt Prof. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen.

Die vollständige Mitteilung der Stadt Frankfurt könnt Ihr hier nachlesen. Des Weiteren berichteten Medien wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Frankfurter Rundschau darüber. Diese und andere Presseartikel bezüglich des potentiellen Verkaufs der Brotfabrik könnt Ihr hier nachlesen.

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Einzelheiten zum geplanten Verkauf des Brotfabrik Geländes

Brotfabrik Hausen Ansicht

Hier eine Auflistung der bisherigen Ereignisse:

09.03.2022
Pressemitteilung der Stadt Frankfurt: Die Brotfabrik wird Kulturdenkmal!

20.01.2022
Ausführliche Artikel zur Brotfabrik zum Beispiel in der FR.

18.01.2022
Sitzung Ortsbeirat 7 – Beschluss nach Tischvorlage, die Hausener Brotfabrik als Kulturzentrum und stadtprägendes Ensemble zu erhalten, durch Auftrag an den Magistrat:
1. Zu prüfen, ob das Ensemble unter Denkmalschutz gestellt werden kann (Annahme durch Mehrheit der anwesenden Mitglieder).
2. Prüfung, ob Abriss und wesentliche Veränderung des Geländes über die Erhaltungsatzung verboten werden darf (Annahme einstimmig).
3. Verhandlungen mit Eigentümer über Kauf des Geländes durch die Stadt oder städtische Gesellschaft (Annahme einstimmig).

18.01.2022
Sitzung Ortsbeirat 7 – Allgemeine Bürgerfragestunde – stadtweit wurde der Ortbeirat aufgefordert die Brotfabrik zu erhalten.

17.01.2022
Viele Mails erreichen die Brotfabrik unter erhalt@brotfabrik.de, die den Erhalt der Brotfabrik unterstützen. Eine Auswahl ist auf der Homepage veröffentlicht.

14.01.2022
Guter Leserbrief und Gedicht in der FR.

14.01.2022
Großer Artikel in der FAZ, in dem die Vertreter der Stadt zitiert werden, die alles dafür tun wollen, dass die Brotfabrik erhalten bleibt.

13.01.2022
Der Vermittler beschwert sich, dass er mit Firmennamen in der Information erscheint, daraufhin wird sein Name rausgenommen.

12.01.2022
Gespräch über das Verkaufsvorhaben mit Parteichefin und planungspolitischer Sprecherin der Die Grünen, Julia Frank.

12.01.2022
Die Information wird verbreitet und auf die Homepage vom Kulturprojekt 21 genommen. Ab da erhalten wir sehr viele Zuschriften der Solidarität auf die neue E-Mail-Adresse: erhalt@brotfabrik.de.

11.01.2022
Auf der Mitgliederversammlung wird ein Informationsschreiben verabschiedet, das breit verteilt werden soll.

11.01.2022
Gespräch über das Verkaufsvorhaben mit Kulturdezernentin Dr. I. Hartwig.

08.01.2022
Die Frankfurter Rundschau berichtet über das Verkaufsvorhaben.

06.01.2022
Erster Artikel zum Verkauf erscheint in der FNP.

03.01.2022
Der Vorstand bestätigt gegenüber dem Ortsbeirat, dass die Brotfabrik verkauft werden soll.

30.11.2021
In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung werden die Vereinsmitglieder informiert. Die Vereinsmitglieder entscheiden sich alle dafür, nicht vor Ende 2025 die Brotfabrik zu verlassen.

09.11.2021
Gespräch Vorstand Brotfabrik e.V. mit dem Vermittler.
Danach im anschließenden Mailverkehr mit dem Vermittler teilte dieser mit, dass man an Investoren von der Seite Brotfabrik nicht interessiert sei und dass man das Mietverhältnis bis Frühjahr 2023 aufgehoben haben möchte.

04.11.2021
Die Eigentümerin informiert den Vorstand der Brotfabrik Hausen e.V., dass sie verkaufen möchte, dass ein Vermittler mit dem Verein Kontakt aufnehmen wird und dass selbstverständlich ein neuer Käufer in die bestehenden Verträge eintritt.

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Presseartikel zur aktuellen Situation Q1/2022

Screenshot: „Eile für die Brotfabrik”, Frankfurter Rundschau, 3.2.2022,
Quelle: https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-eile-fuer-die-brotfabrik-91279982.html

Wir sind weiterhin schockiert von der Nachricht, dass die Brotfabrik verkauft und abgerissen werden soll. Das darf nicht passieren!

Wir brauchen wohl nicht näher zu erläutern, was dieses drohende Szenario für uns bedeutet, allzumal in der ohnehin schon sehr schwierigen Zeit gerade. Aber: Wir haben einen rechtsgültigen Mietvertrag bis Ende 2025 und darüber hinaus eine ebenfalls vertraglich festgelegte Option auf weitere 10 Jahre Verlängerung. Und: Wir erfahren gerade größtmöglichen Rückhalt aus der Politik – und zwar über die Parteigrenzen hinweg!

Die Presse berichtet ausführlich und auch das Feedback der Öffentlichkeit ist überwältigend: Wir haben bereits hunderte Mails zur Unterstützung erhalten, vielen Dank dafür! Wir werden bei Weitem nicht alle Mails beantworten können, sind aber dankbar für jede einzelne. Schreibt uns gern weiter an erhalt@brotfabrik.de.

Warum muss die Brotfabrik bleiben? Welche Erfahrungen/ Erinnerungen verbindet Ihr mit dem Ort? Schreibt gern dazu, ob wir Eure Mail über unsere Kanäle veröffentlichen können, dann müssen wir bei Bedarf nicht extra nachfragen.

Wir sind entschlossen, alles für den Erhalt der Brotfabrik Erforderliche zu tun:
Wir möchten den schönen Industriebau mit seiner langen Geschichte erhalten.
Wir möchten die Brotfabrik als kulturelles und soziales Zentrum mit Flair erhalten.
Wir wünschen uns Eure Unterstützung.

Im Folgenden findet Ihr Links zu relevanten Presseartikeln und -veröffentlichungen bezüglich des potentiellen Verkaufes. Diese werden regelmäßig von uns aktualisiert und erweitert.

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Der Brotfabrik Hausen droht der Verkauf

Für den Erhalt der Hausener Brotfabrik

In der Hausener Brotfabrik, in der bis 1972 noch Brot gebacken wurde, hat sich seit nunmehr 40 Jahren ein kulturelles und soziales Zentrum etabliert. Es ist im Stadtteil und der Stadt verankert, strahlt aber zugleich über die Stadtgrenzen hinaus. Auf dem liebevoll gepflegten alten Industriegelände finden Konzerte und Lesungen im großen Veranstaltungssaal statt; ein Theater, eine Tanzschule, ein Restaurant und eine Bar, diverse psychotherapeutische Praxen, eine Rechtsanwaltskanzlei und einiges mehr sind hier aktiv. Auch einer Gruppe von Studentinnen und Studenten, die in einer Wohngemeinschaft leben, bietet die Brotfabrik seit vielen Jahren eine Heimat. Das Kulturprojekt 21 mit seinen Musikveranstaltungen und das Frankfurter Autoren Theater werden seit vielen Jahren vom Frankfurter Kulturdezernat finanziell unterstützt. Das Kulturprojekt 21 darüber hinaus auch vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Acht Mieter (Stand Dezember 2021) haben sich zum Verein Brotfabrik Hausen e.V. zusammengeschlossen. Dieser Verein verwaltet das gesamte Gelände. Er entscheidet  über Vermietungen, Verschönerungsmaßnahmen und Reparaturen. Er entscheidet auch über weitere Aktivitäten wie etwa das Ausrichten von Sommerfesten. Die Brotfabrik ist eines der inzwischen rar gewordenen selbstverwalteten Projekte Hessens. Die ursprüngliche Idee war, ein Zentrum zu schaffen, in dem gemeinsam gelebt und gearbeitet wird und das in die Umgebung hineinwirken soll.

Seit 1981 mieteten sich viele unterschiedliche Betriebe ein, heute teilen sich insgesamt 13 verschiedene Projekte und Betriebe das fast 1500 m² große Areal.

Eine große Vielfalt ist mit dem Namen Brotfabrik verbunden. Bis heute übt die Brotfabrik eine große Anziehungskraft auf Menschen aus, die an hochkarätigen Konzerten mit deutschen und internationalen Musikern oder an Theater interessiert sind. Legendär sind die Salsa- und Tangoabende, die minus50plus Parties  mit DJ Vira oder die Worldmusicnächte mit Param. Gleichermaßen zieht sie Menschen an, die gutes Essen in Gebäuden mit dem Charme der Industriearchitektur genießen wollen. Eine große Platane und vier Birken wachsen auf dem Hof, in deren Schatten besonders im Sommer Gäste gerne Platz nehmen. Gefragt ist auch das vielfältige Angebot von Hilfen für Menschen in kritischen Lebenslagen. Die Angebote werden von vielen Menschen genutzt, die in Hausen, in der Stadt, oder im Umland wohnen. Dieser lebendige Ort ist nun in seiner Existenz bedroht.

Darüber möchten wir Sie informieren:

Die Eigentümerin ließ uns vor einigen Wochen über eine Vermittlungsfirma mitteilen, dass sie die Brotfabrik verkaufen will. Diese informierte den Vorstand des Brotfabrik Hausen e.V., dass die Verhandlungen für einen Verkauf schon relativ weit fortgeschritten seien. Es existiere ein Vorvertrag zum Verkauf des Geländes der Brotfabrik. Es sei geplant, sie komplett abzureißen und Wohnungen zu bauen.

Die potentiellen Käufer sind daran interessiert, den Vertrag mit uns kurzfristig aufzulösen. Der Vorstand von Brotfabrik Hausen e.V. machte in seiner Antwort sehr deutlich, dass der derzeitige  Vertrag bis zum 31.12.2025 geschlossen worden ist. Denn –  egal wer das Gelände kauft – nach geltendem Recht tritt der Käufer in bestehende Verträge des Verkäufers ein. Außerdem bestehe für den Verein eine Option auf die weitere Verlängerung des Mietvertrages um 10 Jahre.

Wir sind entschlossen, alles für den Erhalt der Brotfabrik Erforderliche zu tun:
Wir möchten den schönen Industriebau mit seiner langen Geschichte erhalten.
Wir möchten die Brotfabrik als kulturelles und soziales Zentrum mit Flair erhalten.
Wir wünschen uns Ihre Unterstützung.

Sie können sich für den Erhalt der Brotfabrik einsetzen, indem Sie Ihre Erfahrungen mit den Betrieben der Brotfabrik schildern und warum aus Ihrer Sicht die Brotfabrik in Frankfurt erhalten bleiben muss. Bitte schicken Sie Ihre Email an: erhalt@brotfabrik.de.

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